Comenius – Nicht nur ein Bericht!

S. Wobak
Dem äußerst glücklich verlaufenen Treffen in Wolfsberg war bereits ein Besuch in San Marco in Lamis am sogenannten „Gargano“ – dem Sporn des Italienischen Stiefels – vorausgegangen. Was unter den Vertretern der teilnehmenden Länder Bulgarien, Deutschland, Italien und Österreich im Jänner 2013 beim Meeting in Nordersted in Deutschland noch Papierform war, nahm hier erstmals in Italien Gestalt an - und eine äußerst positive noch dazu!

Drei Lehrer und insgesamt vier Schüler und Schülerinnen der Fachberufsschule Wolfsberg durften im Rahmen dieses Comenius – Projektes Gäste der italienischen Teilnehmer sein. Eine aufregende Anreise via Klagenfurt, Wien und Rom, die mit einer Busfahrt quer über den Appenin garniert wurde, fand in der mittelalterlichen Stadt „San Marco in Lamis“ ein erstes, vorläufiges Ziel. Die herzlichen Gastfamilien nahmen uns allen in einem einzigen Atemzug alle Berührungsängste, unsere Schülerinnen und Schüler waren ad hoc Teil ihrer jeweiligen Gastfamilien und die Zeit vom 23. bis 28. Mai 2013 war sprichwörtlich wie im Flug vorbei. Als wirklich ergreifendes Erlebnis darf an dieser Stelle festgehalten werden, dass unsere mitreisenden Schüler die in dieses Projekt gesteckten Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen haben, sodass es für alle Lehrer und Lehrerinnen beinahe ergreifend war, wie toll das sprachliche und kulturelle Angebot von allen angenommen wurde. Wir dürfen wirklich stolz darauf sein, dass unsere Schülerinnen und Schüler eine Vorreiterrolle übernommen haben und so vorbildlich mittels dieses Projekts sprachliche und kulturelle Barrieren zwischen europäischen Ländern abbauen konnten.

 
 
 
   
Das Motto „Handel und Handwerk auf den europäischen Märkten“ wurde vor allem historisch in San Marco weiterbehandelt. Die Schüler gestalteten den ersten Teil einer Arbeit, die beim Finale im Juni in Nordersted in Deutschland dann präsentiert werden wird. Inspirierend ist die Umgebung von San Marco alle mal, in nächster Nähe befindet sich ja der Ort San Giovanni Rotondo; in aller Munde vor allem durch das Wirken von Pater Pio, auf dessen Spuren auch wir wandelten. Ebenso das Kloster San Mateo oder die Küstenstad Manfredonia. Alle samt Teil der vielen Ausflüge, die unsere Gastgeber für uns organisiert haben. Ein ganz besonderes Highlight stellte ein Abend im Kulturzentrum von San Marco dar, als im Zuge einer großen und äußerst professionell gestalteten Modeschau das handwerkliche und gestalterische Können der Berufsschülerinnen und Berufsschüler eine echte Bühne fanden. Glücklicherweise durften wir auch an einem wundervollen musikalischen Abend im Gedenken an das 200 jährige Geburtsjahr von Giuseppe Verdi teilnehmen. Arien aus allen bekannten Opern wurden von Sängern und Sängerinnen aus San Marco dargebracht; es war eine tolle Erfahrung einmal gemeinsam mit Italienern in einem Auditorium zu sitzen und den Kompositionen eines italienischen Komponisten zu lauschen! Dass die kulinarischen Horizonte nach allen Richtungen erweitert wurden war Labsal für uns alle – Italien ist mehr als nur Pizza!

Die positive Einstellung unserer Schülerinnen und Schüler weckte zu hause in Wolfsberg die Neugier der anderen Schüler und sehr schnell war neues Interesse entfacht und es konnten weitere Teilnehmer für die weiteren Etappen des Projektes gewonnen werden.

Als die Partnerländer Bulgarien, Deutschland und Italien nun nach Österreich zum Projekt treffen kamen, konnten bereits genügend Gastfamilien präsentiert werden, sogar innerhalb teilnehmender Familien wurde das Interesse am Projekt an jüngere Familienmitglieder weitergegeben, die uns nun beim Besuch in Bulgarien begleiten werden.

Wir durften die Gäste hier beim Treffen im Oktober in Wolfsberg nach St. Paul ins Stift begleiten, nach Klagenfurt zu einer Stadtführung und ins Minimundus. Auch eine äußerst interessante Stadtführung in Form einer Nachtwächterwanderung boten wir unseren Gästen hier in Wolfsberg. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern konnte auch eine Ausstellung im Lavanthaus und schließlich eine aufregenden Teambuildingaction im Indoor Funpark beim Moselebauern absolviert werden. Die Bande zwischen den Schülerinnen und Schülern sind nach diesen beiden Treffen bereits so weit gediegen, dass die Vorfreude auf das nächste Treffen in Bulgarien im März 2014 schon ganz weite Schatten vorauswirft.

Wichtig erscheint uns Lehrkräften auch darzustellen, dass bei allen Besuchen das Eigenständige gestalten der Freizeit für die Gastschüler und möglichst viele „unkontrollierte Freizeitaktivitäten“ zwischen den einzelnen Nationen ganz weit oben im Wunschkatalog stehen. In Wolfsberg hat dies mindestens so gut funktioniert wie in San Marco – auch Dank der Möglichkeit, ein WAC gemeinsam live besuchen zu können. Allen Sponsoren und der Stadtgemeinde Wolfsberg sei an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön ausgesprochen!
   
  pfeil zurück
   



 

© Fachberufsschule Wolfsberg · St. Jakober Straße 2 · 9400 Wolfsberg · Tel.: 04352/2209 - 14 · E-Mail: wolfsberg@bs.ksn.at